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Österreich erlaubt Zifferndomains, DENIC bleibt stur

Zwar dürfte DENIC durchaus eine kartellrechtliche Verpflichtung zur Registrierung von DE-Domains treffen (Die wettbewerbs- und kartellrechtlichen Aspekte der Vergabe von Internetadressen von Dr. Jens Bücking, Medien Verlag Köhler, Tübingen, 2002, www.buecking.com), doch wo kein Kläger, da kein Richter. Anders als die zentrale Verwaltung der österreichischen Top Level Domain .at, die für Herbst 2006 die Einführung von reinen Zifferndomains plant, sieht der deutsche Domain-Monopolist DENIC keinen Handlungsbedarf und verweist insofern seit Jahren stereotyp auf eine angebliche Verwechslungsgefahr mit den – gleichfalls aus reinen Ziffern aufgebauten – IP-Adressen.