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Schadensersatz für Datenverlust durch Microsoft-Update?

Dieser Effekt soll dem Vernehmen nach erschwerender Weise nicht sofort zu Tage treten. Usern, die ihr System daher vor dem Hintergrund dieser neuesten Hiobsbotschaften auf etwaige Datenverluste überprüfen wollen, wird geraten, chkdsk [Laufwerk] /f in die Eingabeaufforderung einzutippen und das System neu zu starten. Um die gefährdeten Daten zu behalten, sollte sodann entweder die Kompression deaktiviert oder das Update KB920958 deinstalliert werden. Microsoft hat das Update mittlerweile von seinen Servern entfernt, um dem Problem nachzugehen. Mit Interesse abzuwarten bleibt nun, ob sich einzelne „Datengeschädigte“ juristisch zur Wehr setzen. Die Chancen hierfür dürften nicht schlecht stehen: Es ist anerkannt, dass Datenbestände und deren funktionsgerechte Verfügbarkeit ähnlich dem Eigentum juristisch gegen Beschädigung und Verlust geschützt sind. Der Hersteller kann für fehlerhafte Produkte daher auch außerhalb jeder vertraglichen Beziehung zum Kunden, die im Bereich Software zumeist ohnehin meist nur zum Vertragshändler, jedoch nicht im Verhältnis Kunde/Hersteller besteht, dem Geschädigten für derlei „IT-Unfälle“ nach den Grundsätzen der Produkthaftung zur Leistung von Schadensersatz verpflichtet sein.