Corona KfW-Schnellkredit ab 15.04.2020

Kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) können von morgen an den Schnellkredit der staatlichen Förderbank KfW beantragen. Es handelt sich um Darlehen, für die der Staat vollständig haftet.

Damit die Mittel schnell bei den berechtigten Unternehmen ankommen, verzichtet die KfW auf eine Risikoprüfung und verlangt von den in die Antragstellung eingeschalteten Hausbanken lediglich eine “know your customer-Prüfung”: Darin wird die Identität des Antragstellers überprüft sowie sichergestellt, dass das Unternehmen die Bedingungen für das Programm erfüllt.

Über das Instrument des Schnellkredits sollen Firmen einen 10-jährigen Kredit erhalten können, dessen Volumen bis zu einem Viertel des Jahresumsatzes 2019 betragen darf. Die Obergrenze für Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beträgt dabei 500.000 Euro, bei größeren Firmen 800.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen nicht bereits Ende 2019 in Schwierigkeiten steckten.

Der Schnellkredit ergänzt das Corona-Sonderprogramm der staatlichen Förderbank. Die Bundesregierung hofft, dass die Unternehmen wegen der vollständigen Staatshaftung und der entfallenden Risikoprüfung nun schneller an die Kredite gelangen als bei den Sonderkrediten, für die der Staat mit 80% bis 90% haftet.

Ein weiterer wichtiger Vorteil des Schnellkredits ist seine Laufzeit von 10 Jahren. Die bisherigen KfW-Hilfskredite müssen bislang nach 5 Jahren zurückgezahlt werden, was auch zahlreiche gesunde Firmen überfordert, wie u.a. aus Bankenkreisen kritisiert wird.

Auch in anderen EU-Mitgliedsländern laufen staatliche Förder- und Entwicklungsprogramme auf Hochtouren. Über unsere Partner haben wir auch im EU-Ausland schnellen Zugang zu den jeweils aktuellen Programmen und Zulassungsvoraussetzungen.

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Autor: Dr. Jens Bücking

Autor: Dr. Jens Bücking

Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht
Senior Partner e|s|b Stuttgart


Veröffentlicht am 14.04.2020
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